Buchtitel Der besondere Blick

Der besondere Blick

Geraer Stadtlandschaften fotografiert von Chris Glasser

Der Geraer Chris Glasser präsentiert mit seinen fotografierten Stadtlandschaften aufgeräumte Straßen und Plätze seiner Heimatstadt, auf denen kaum Menschen zu sehen sind. Sein sicheres Gespür für Harmonie sowie das meisterliche Zusammenspiel von Licht und Farbe, von Linien und Formen auf der Bildfläche führen zur außerordentlichen Qualität der fotografischen Aufnahmen von Chris Glasser. So entstehen Momente, die den aufmerksamen Betrachter dieser Arbeiten in einen Schwebezustand zwischen Realität und Imagination versetzen können.

herausgegeben von Frank Rüdiger
2019
Hardcover
29,7 x 21.0 cm
80 Seiten
86 Abbildungen
ISBN 978-3-9820312-1-7
23,00 €

Großstadt Gera

Eine Stadt zwischen Auf- und Umschwung – Fotografien von Winfried Mann

Im November 1959 erlangte Gera mit einer Einwohnerzahl von 100.924 den Status einer Großstadt.
Ab den 1960er Jahren war eine anwachsende Bautätigkeit zu verzeichnen. Es entstanden vor allem Wohnungen, Schulen und Versorgungseinrichtungen. Am Bieblacher Hang wurde ein Neubaugebiet errichtet. Ab 1972 wurde in Stadtteil Lusan das größte Neubaugebiet des Bezirkes errichtet. Ende der 1980er Jahre zählte es 45.000 Einwohner; die Bevölkerungszahl der gesamten Stadt betrug 1989 fast 135.000.
Vor allem in den 1980er Jahren kam es zu weitreichenden baulichen Veränderungen der Innenstadt. Dabei wurde sowohl der historische Stadtkern wie auch die angrenzenden Areale teilweise grundlegend umgestaltet.
Der Fotograf Winfried Mann hielt mit seiner Kamera etliche dieser fundamentalen Änderungen im Bild fest. Seine Aufnahmen, von denen eine Auswahl in diesem Buch gezeigt werden, erlauben einen Blick zurück in eine Vergangenheit, in der die Stadt Gera als wirtschaftliches und kulturelles Oberzentrum in Ostthüringen fungierte.

herausgegeben von Frank Rüdiger
2018
Hardcover
23,5 x 17,5 cm
136 Seiten
ca. 140 Abbildungen
22,00 €

Großstadt Gera Teil 2

Eine Stadt zwischen Auf- und Umschwung – Fotografien von Winfried Mann

Der zweite vorliegende Band „Großstadt Gera – Eine Stadt zwischen Auf- und Umschwung“ widmet sich erneut dem Stadtbild der einstigen ostthüringischen Industriestadt zwischen dem Ende der 1950er und dem Ende der 1980er Jahre.
Mit dem Erreichen der Einwohnerzahl von mehr als 100.000 Ende 1959 wurde Gera offiziell Großstadt. Bis zum Jahr 1989 entwickelte sich die Zahl der hier ansässigen Bürger kontinuierlich bis auf ca. 135.000.
Es handelt sich dabei um die Jahrzehnte im 20. Jahrhundert, in der Gera seinen größten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aufstieg erlebte und sich als Oberzentrum etablierte.

Alle Fotos stammen wiederum von Winfried Mann, der mit seiner Kamera über Jahrzehnte hinweg beruflich und privat die Veränderungen im Geraer Stadtbild dokumentierte.

herausgegeben von Frank Rüdiger
2019
Hardcover
23,5 x 17,5 cm
136 Seiten
ca. 162 Abbildungen
22,00 €

Frank Rüdiger
Wussten Sie schon …?
Unbekanntes und Bemerkenswertes aus und über Gera

Frank Rüdiger
Wussten Sie schon …?

Unbekanntes und Bemerkenswertes aus und über Gera

Den Geraer Markt mit seinem Simson-Brunnen oder das im Jugendstil erbaute Theater kennt jeder Einheimische wie auch (fast) jeder Tourist. Dass Gera in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den gut betuchten Städten Deutschlands zählte oder dass das Kaufhausimperium Hertie von Gera aus seinen deutschlandweiten Siegeszug antrat, ist vielen bekannt. Wer aber weiß, dass die erste Deutsche, die den Ärmelkanal durchschwamm, eine Geraer Ärztin war? Oder dass es ein Geraer Handelsherr und Bürgermeister war, der 1769 die in der damaligen Zeit gründlichste und umfangreichste Albrecht-Dürer-Biografie schrieb und veröffentlichte?
Diese wie auch andere größere und kleine Ereignisse, Personen und architektonische Besonderheiten, die Gera prägten oder prägen, stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Dabei ist es nicht chronologisch strukturiert. Es möchte sich vielmehr als Kaleidoskop präsentieren, das zumindest einen Teil des vielfältige Spektrums der vorgenannten Themenbereiche aufzeigt.
Der Eine oder die Andere wird dabei sicher schon Bekanntes vorfinden. Aber: Es wachsen neue Generationen heran und durch Zuzug kommen neue Bürger in die Stadt; auch für diese ist das Buch geschrieben. Es soll neugierig machen auf eine Stadt mit vielfältiger Tradition und lebendiger Geschichte.

2017
Hardcover
23,5 x 17,5 cm
144 Seiten
mehr als 160 Abbildungen sowie ca. 20 Zeichnungen von Rainer Bartossek
23,00 €

Klaus Brodale
Bausteine zur Ortsgeschichte von Untermhaus und Cuba

Nach der Veröffentlichung der Bände „Zwötzen 1314–2014. Beiträge zur Geschichte“ (2014) und „Lusaner Geschichte(n)“ (2015) erscheint mit diesem Buch eine dritte Publikation, die sich speziell mit der Historie eines Stadtteiles von Gera auseinandersetzt.
Klaus Brodale ist ein profunder Kenner der Geraer Stadtgeschichte; seit 1979 war er 38 Jahre im Geraer Stadtarchiv beschäftigt, 36 davon als Leiter.
Der Autor verzichtet bewusst auf den Anspruch einer lückenlosen Darstellung der Geschichte von Untermhaus und Cuba. Vielmehr befasst er sich mit ausgewählten Schwerpunkten ihrer Entwicklung.
Die Historie von Schloss Osterstein sowie des Herrschergeschlechts der Vögte bzw. der Reußen wird in diesem Buch nicht abgehandelt, denn das Schloss bildete mit weiteren Liegenschaften einen eigenen Verwaltungsbezirk und gehörte nie zur politischen Gemeinde Untermhaus.
Zur Attraktivität dieses Bandes tragen mehr als 200 zum Großteil noch nicht veröffentlichte Abbildungen bei.

herausgegeben von Frank Rüdiger
2018
Softcover
21,0 x 14,8 cm
224 Seiten
228 Abbildungen
ISBN 978-3-9820312-0-0
20,00 €

Ronald Knoll, Frank Rüdiger
Lusaner Geschichte(n) – Beiträge zur Ortsgeschichte

Wenn von Lusan die Rede ist, denken die meisten Geraer an das Neubaugebiet im Süden der Stadt. Der eigentliche, ursprüngliche Ort wird nicht nur topografisch an den Rand gedrängt.
Dabei kann der heutige Stadtteil auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Die Autoren und Herausgeber dieser Publikation haben sich das Ziel gesetzt, möglicherweise schon Bekanntes in neue Zusammenhänge zu bringen oder aber auch bisher noch nicht veröffentlichte Fakten und Informationen zur Historie des Ortes dem interessierten Leser nahe zu bringen und damit den einen oder anderen neuen Mosaikstein in das große Geschichtsbild einzubringen.

2015
Softcover
21,0 x 14,8 cm
256 Seiten
250 Abbildungen
20,00 €

Ulla Spörl, Frank Rüdiger
GERAde erBLÜHT

Streifzüge durch Gärten, Parks und Landschaften

Das Buch beschäftigt sich eingehend mit der grünen Seite der Otto-Dix-Stadt Gera. Ob als Naherholungsgebiet, »grüne Lunge«, öffentlicher Veranstaltungsort für Sport und Kultur oder aber als privates Refugium für einen erholsamen Rückzug – die Natur in und um Gera spielte und spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Alltag ihrer Einwohner. Auch Geras Besucher wissen nicht erst seit der BUGA 2007 die grüne Stadt zu schätzen.
Der Fotograf Frank Rüdiger und die Autorin Ulla Spörl haben eine optisch ansprechende und inhaltlich informative Publikation erarbeitet, die sich erstmals mit der grünen Facette Geras beschäftigt. Neben repräsentativen aktuellen Farbfotos stellen sie Geschichten und Geschichtliches zu den aufgeführten Arealen vor. Aufgelockert durch aufschlussreiches historisches, zum Teil noch nie veröffentlichtes Bildmaterial geben sie Hinweise auf Ausflugsziele und Sehenswertes, zeigen interessante Villen, Brunnen oder Plastiken und ergänzen das Ganze mit regionalen Sagen.
Als buntes Kaleidoskop rückt das Buch einerseits schon Bekanntes wieder in das Gesichtsfeld, zeigt neue Blickwinkel auf und macht möglicherweise neugierig auf eigene Entdeckungen in einem Gebiet, das man längst zu kennen glaubte.
Zudem enthält es eine Fülle an Informationen und Daten, so dass es durchaus den Anspruch eines Nachschlagewerkes zur „grünen“ Stadtentwicklung Geras erheben kann.

2012
Hardcover
22,5 x 27,0 cm
246 Seiten
mehr als 400 Abbildungen
ISBN 978-3-00-028655-1
20,90 €

Dieses Buch ist nur über Brendel’s Buchhandlung, Große Kirchstraße 12, 07545 Gera (Tel. 0365 32401) oder Gera-Information, Markt 1a, 07545 Gera (Tel. 0365 8381111) erhältlich.

Von einem Nilpferd im Sommerbad, Pfefferminzextrakt im Elsterbett, berühmten Zauberkünstlern, Falschspielern und anderen Zeitgenossen

Gera in den Goldenen Zwanzigern

Gera in den 1920er Jahren: Während sich die Gerschen am Tietz’schen Schaufenster die Nase plattdrücken und über die ausgestellten Luxus-Preise einer Wohlfahrts-Lotterie staunen und das Metropol-Theater mit dem Film „Frau ohne Gewissen“ wirbt, wird die Lohndirne Lina schon wieder in der Bannmeile erwischt. Diesmal gerät sie in Polizeigewahrsam. Andere kleine und große Gauner, die auch nicht wissen, wovon sie leben sollen, büßen ihre Kartoffeldiebstähle und Betrügereien mit Gefängnisstrafen und Ehrverlust. Doch auch Kurioses wird berichtet. Ein 11 pfundiger Riesenrunkel aus einem Gerschen Schrebergarten und ein Getreidehalm mit drei Ähren von hiesigem Felde verblüffen die Städter. Der Lebensmittelverknappung nützt’s trotzdem nichts. Aber es wären nicht die Gerschen, wenn sie sich von Krisen wie Geldentwertung, Preistreibereien und unsinnige Steuererhebungen unterkriegen lassen würden. Ihre Liebe zu kulturellen und leiblichen Genüssen, ihre Feierlaune und die vielen Unterhaltunsangebote verschaffen schon die nötige Ablenkung von der Alltagsnot. Der Kunstverein stellt Neue Sachlichkeit aus. Eine große Wandermodenschau mit lebenden Modellen macht in Gera halt und präsentiert die neuesten Charlestonkleider. Im Palmengarten zaubert der berühmte Bellachini allerhand aus seinem Hut und im Trocadero locken meisterliche Variete-Darbietungen.
Und während sich amerikanische Offiziere der Heeresverwaltung zum ersten Flug rund um die Erde anschicken, kann sich der Flugplatz Tinz vor Buchungen für die Linie Halle-Gera-Plauen kaum retten.
Entdecken Sie in unterhaltsamen Episoden – illustriert von Christian Lüttich – ein Zeitkolorit der Goldenen Zwanziger im Spiegel der „Geraer Zeitung“.

zusammengestellt von Ulla Spörl und Frank Rüdiger
2007
Softcover
21,0 x 21,0 cm
54 Seiten
Illustrationen von Christian Lüttich
12,40 €

Von einer neuen Flußbadeanstalt gestohlenen Pflaumenbäumen, einer hitzigen Bürgermeisterwahl und manch anderem Zeitgeschehen

Gera um 1850

Gera in der Zeit um 1850: Während sich die einflussreichen Zunft- und Innungsmeister durch rechtliche Beschlüsse ihre auswärtigen Konkurrenten vom Halse hielten, stahlen sich einige der Chancenlosen vagabundierend durchs Leben.
Eine Menge Geraer wanderte – auf eine bessere Zukunft hoffend – nach Amerika aus. Eine Bürgermeisterwahl erhitzte die Gemüter und veranlasste viele Bürger zu öffentlichen Bekundungen pro und contra der aufgestellten Kandidaten.
Die Textil- und Maschinenbauindustrie war auf dem Vormarsch und auf der Londoner Weltausstellung wurden von mehreren Geraer Firmen Preise abgesahnt. Inzwischen stritten sich gebildete Geister um die Moral und Unmoral der Lola Montez. Über allem thronte der Fürst und schaute gewogen auf seine Untertanen – wohl wissend – nur wenn es ihnen gut geht, geht es auch ihm gut. Seine gnädigste Unterstützung fand die Jugend – die Zukunft einer jeden Gesellschaft – in Form von Stiftungen und Spenden für Schulen und die Kleinkinderbewahranstalt.
Und so war es der Großteil der Geraer Bürger, der – egal welchem Stand er angehörte – mit seinen Mitteln das öffentliche, kulturelle, künstlerische und politische Leben in Gera mitgestaltete und daran teilnahm.
Erleben Sie ein Zeitkolorit im Spiegel der „Fürstl. Reuß-Geraischen Zeitung“, welches durch die Illustationen des Geraer Künstlers Erik Buchholz Zeitlosigkeit erfährt.

zusammengestellt von Ulla Spörl und Frank Rüdiger
2006
Softcover
21,0 x 21,0 cm
54 Seiten
Illustrationen von Erik Buchholz
12,40 €

Von wenig feinen Streichen, heiseren Hofschauspielern, treuem Gesinde, Schulschwänzern und anderen Zeitgenossen

Altenburg um 1900

Altenburg um 1900: Während im Herzoglichen Hoftheaterzwei beliebte Schauspieler wegen Heiserkeit ersetzt werden mussten und das Schaufenster des Spielwarengeschäftes Müller am Markt mit der reizenden Auslage einer Parade aus Bleisoldaten von bewundernden Passanten umstellt war, wurde eine Frau in den Geraer Linden von einem Strolch in der Dunkelheit angefallen und erst durch laute Hilferufe in die Flucht geschlagen. Die Empfehlung, für ausreichende Beleuchtung in dieser Gegend zu sorgen, um dem lichtscheuen Gesindel das Handwerk zu legen, war die besorgte Konsequenz aus diesem Vorfall. Die Kriminalität hielt sich jedoch in Grenzen. Vor den Schöffengerichten und der Herzoglichen Strafkammer wurden relativ harmlose Delikte verhandelt. Man tat etwas dafür, der Straffälligkeit den Nährboden zu entziehen, indem man für ein kulturell niveauvolles Gemeinschaftsleben für alle sorgte. So gab es bereits eine Volkshochschule, von einer Stiftungsinitiative gegründet, während sich diese Art von Volksbildung im übrigen Deutschland erst ab 1918 von staatlicher Seite durchsetzte. Freier Eintritt ins Lindenau-Museum zu bestimmten Zeiten sowie erschwingliche Vorträge und Tanzvergnügungen dienten selbst den Ärmsten.
Es war ein beschauliches Alltagsleben in der Haupt- und Residenzstadt des selbständigen Herzogtums Sachsen – Altenburg. In diesem Büchlein erfahren wir etwas über die ganz normalen Menschen jener Zeit: über Dienstboten, Kaufleute, Pferdehändler, Schulschwänzer und Turnerinnen. Sie waren es, die diesem Landstrich seinen unverwechselbaren Charme gaben und dabei halfen, eine fortschrittliche und weltoffene Region zu gestalten.
Entdecken Sie in unterhaltsamen und zum Teil kuriosen Episoden – illustriert von Erik Buchholz – ein Zeitkolorit im Spiegel der „Altenburger Zeitung für Stadt und Land“.

zusammengestellt von Ulla Spörl und Frank Rüdiger
2006
Softcover
21,0 x 21,0 cm
54 Seiten
Illustrationen von Erik Buchholz
12,90 €

Von komischen Ereignissen, albernen Flegeleien, Studenten, Dienstboten und anderen Zeitgenossen

Jena vor 100 Jahren

Jena in der Zeit von 1900 bis 1908: Während der Großherzogliche Staatsminister von Sachsen-Weimar wegen Überfüllung der juristischen Fakultät in Jena den Gymnasiasten von einer Anwaltslaufbahn abriet und die Herren der Eisenbahndirektion über passende Beamtentitel sinnierten, musste ein einfaches Dienstmädchen aus Not und Verzweiflung ihr Kind aussetzen. Andere bestahlen ihre Dienstherrschaft und wieder andere machten sich an die Besitztümer der Studenten heran.
Eine Menge Jenaer sorgten sich um den sozialen Frieden und wollten nicht weiter zusehen, wie sich Arbeiter mit Studenten prügelten, Hochstapler sich als Grafen ausgaben, um Geschäftsleute zu betrügen oder brave Bürger unliebsame Zigeuner aus der Stadt jagten. Der Zusammenprall der Gegensätze in dieser Periode, die mehr und mehr von Unternehmerinteressen bestimmt wurde, veranlasste die Carl-Zeiss-Stiftung zu einzigartigen Technik-, Wissenschafts-, Bildungs-, Kultur- und Sozialreformkonzepten, die eine diesbezüglich große erfolgreiche Entwicklung nach sich zogen.
Doch nicht die bedeutenden diese Zeit bestimmenden Jenaer Köpfe und Pioniere wie Abbe oder Haeckel sollen in diesem Büchlein bedacht werden, sondern die unbekannten Menschen aus jenen Jahren, die Dienstboten, die Studenten, Marktfrauen, Arbeiter und auch die privilegierten Einwohner, Advokaten und Professoren. Sie alle bestimmten den Alltag und meisterten mit ihren Mitteln und Möglichkeiten das öffentliche, kulturelle, künstlerische und politische Leben in Jena.
Entdecken Sie in unterhaltsamen und zum Teil kuriosen Episoden – illustriert von Kay Voigtmann – ein Zeitkolorit im Spiegel der „Jenaischen Zeitung – Amts-, Gemeinde- und Tageblatt“.

zusammengestellt von Ulla Spörl und Frank Rüdiger
2006
Softcover
21,0 x 21,0 cm
54 Seiten
Illustrationen von Kay Voigtmann
ISBN 978-3-00-018722-3
12,90 €

Von gestohlenen Filzpantoffeln, alten Herren im Elsterflußbade, einer netten Braut und anderen Zeitgenossen

Plauen um 1900

Plauen in der Zeit um 1900: Während sich das einstige sächsische Weberstädtchen zu einer Großstadt entwickelte und eine einzigartige Stickerei- und Spitzenindustrie hervorbrachte, trieben wildernde Schlingenleger ihr Unwesen und fingen königlich-sächsische Hasen. Eine Menge Plauener wurden Opfer von Kleinkriminellen, die als Bodenkammerdiebe Dienstmädchen bestahlen oder als Heiratsschwindler unrühmliche Karriere machten. Der Vormarsch der Textilindustrie rief Spitzenmuster-Spione auf den Plan, um die berühmte Plauener Spitze z. B. auch in der Schweiz kopieren zu können.
Aber die Gendarmerie des Sächsischen Königreiches war meist fast allen kleinen und großen Gaunern auf der Spur, um die Redlichen zu schützen. Polizeiberichte, Gerichtsreportagen, aber auch die Vorläufer heutiger Leserbriefe zeugten in den Zeitungen von gerechtigkeitsliebenden Bürgern.
Die Chancenlosen, weil arm und ungebildet, konnten sich weniger Rechtsempfinden leisten und mussten sich irgendwie durchschlagen. Doch es gab auch viel soziales Engagement wie kostenlose Kohlenabgabe und Weihnachtsfeiern mit Geschenken für Arme. Bedürftige Kinder wurden aus einem Fond unterstützt und die Königlichen Ämter machten sich Sorgen um Konfirmanden, die sich in Wirtschaften herumtrieben. Für Letztere entwickelte man Sonderbestimmungen, die man als Vorläufer des heutigen Jugendschutzgesetzes bezeichnen könnte. Kunst und Kultur kamen nicht zu kurz und lockten mit bezahlbaren Eintrittspreisen ein breites in- und auswärtiges Publikum.
Und so waren es die Plauener Bürger selbst, die mit ihren Mitteln meist weltoffen und interessiert das öffentliche Leben ihrer Stadt gestalteten.
Erleben Sie ein Zeitkaleidoskop im Spiegel des „Vogtländischen Anzeigers und Tageblatt“, welches durch die Illustrationen des Thüringer Künstlers Kay Voigtmann eine außergewöhnliche Belebung erfährt

zusammengestellt von Ulla Spörl und Frank Rüdiger
2006
Softcover
21,0 x 21,0 cm
54 Seiten
Illustrationen von Kay Voigtmann
ISBN 978-3-00-019362-0
12,90 €

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